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AN(GE)DACHT...
Hereinspaziert

 

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! Hosea 10,12

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
gerade eben erst ist das Pfingstfest vorbei. Wenn man den Stimmen in verschiedenen Medien Glauben schenken will: ein inhaltlich schwieriges Fest, das Schwierigste überhaupt. Ostern und Weihnachten lassen sich noch irgendwie „greifen" — aber Pfingsten? Wie würden Sie, wie würdest Du es versuchen zu erklären?
Nun, Pfingsten ist — als „Geistesfest" — zunächst deshalb so schwer zu verstehen, weil man einen Geist nicht sehen kann. Den Heiligen Geist schon mal gar nicht. Obwohl das ja auch für Gott und den Sohn gilt: man kann sie nicht sehen. Jedenfalls nicht mit den Augen.
Was man aber wohl sehen kann, sind die Auswirkungen, die Spuren Gottes in dieser Welt. Da gibt es Menschen, die nennen sich Christen, und die ackern sich ab. Und ganz wichtig (!): andere, die sich nicht so nennen, tun es auch. Sie alle säen und pflügen, kümmern sich darum, dass das Gebotene und Nötige eben getan und nicht nur drüber geredet wird. Dass Gerechtigkeit passiert — auch wenn zu weil schwer zu sagen ist, was Gerechtigkeit im Einzelnen und Konkreten bedeutet. Manchmal wiederum ist es aber auch ganz einfach.
Man kann sich fragen: warum machen die das? Was haben die davon? Bringt das was? Nun, manchmal dürfen solche Menschen auch ein wenig ernten. Das sind Segensmomente. Was sie aber ernten, ist nach dem „Maß der Liebe" berechnet. Und das wiegt eben anders auf. Die Liebe setzt andere Maßstäbe —lesen sie es nochmal im Gedicht von Erich Fried nach (S. 8).
Jesus selber sagt im (lesenswerten 14. Kapitel des) Johannesevangelium: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen." (Joh 14,22) Und Paulus weiß im Römerbrief: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder." (Römer 8,14)
Und wenn Sie und Ihr nun fragt, was hat das alles denn mit Pfingsten zu tun, dann ist es genau das: Da wo Gottes Wort gehalten wird, wird es lebendig. Da wo Gerechtigkeit gesucht wird, wird sie nach Gottes Maßgabe über uns kommen. Wichtig dabei: alles ackern, pflügen und säen braucht ein Weiteres, Unverfügbares. Jede und Jeder, die oder der einen Garten hat, kann es bestätigen. Der April und auch der Mai waren übrigens viel zu trocken. Was es da vor allem braucht ist Wasser! Und Wasser kommt bestenfalls von oben in Form von Regen. Sonst kommt es irgendwann nicht mal mehr aus der Leitung.
Ein schönes Bild zu Pfingsten also schenkt uns der Prophet Hosea: Gott wird Gerechtigkeit regnen lassen. Von oben auf uns herab. Ein Segensbad — so wie im Sommer, wenn nach einem heißen und gleißenden Tag eine herrlich erfrischende Abkühlung herabregnet. Dann kann man den Geist übrigens auch riechen...
Bleiben Sie, bleibt Ihr behütet!                                    Euer Ulf Haberkorn

 

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